Spiriti & Affini S.r.l.: Società a razionalità Limitata (1994)

Yuugen Kaisha / 幽幻怪社

Tedesco Rezensionen – Phantom Quest Corporation

Questo topic contiene sia recensioni brevi che più lunghe sul Anime «Spiriti & Affini S.r.l.: Società a razionalità Limitata» e non è assolutamente il posto giusto per discussioni generali! Ogni post deve essere una recensione autonoma che hai scritto tu stesso. Ogni recensione dovrebbe coprire alcuni aspetti fondamentali: trama, personaggi e avere una conclusione personale. Sentiti libero di commentare le recensioni esistenti usando la funzione di commento.
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„Phantom Quest Corporation“ ist eine vierteilige Anime-Serie, die als OVA zwischen 1994 und 1995 produziert wurde. Hinter der Produktion stecken die kreativen Köpfe vom Animationsstudio Madhouse und Pioneer LDC, also Taro Maki und Koichi Chigira, zwei Namen, die bis heute für qualitative Unterhaltungsprodukte wie „Tenchi Muyo“, „Full Metal Panic“, „El Hazard“, „Brave Story“, „Photon“, „Last Exile“ etc. stehen. Ob es ihnen hier ebenfalls gelungen ist?

Handlung:
(Achtung Spoiler!)
Japan, Mitte der 90er, die Blütezeit der Dauerwellen und Karaokebars… mittendrin gründet eine Dame eine Firma, die so klingt, als hätte sie jemand im Vollrausch bei einer Runde „Stadt, Land, Ungeziefer“ erfunden, nämlich die titelgebende die Phantom Quest Corporation. Und jene Frau heisst yaka Kisaragi, die gleichzeitig aussieht, als könne sie einem Vampir den Kopf abreißen und am nächsten Tag in der Fußgängerzone sämtliche Rabattaktionen der Parfümerie plündern. Ihr Geschäftsmodell ist dabei relativ simpel. Geister jagen, Dämonen verkloppen und dabei ständig rote Zahlen schreiben. Weil das viele Sake-Trinken, hemmungsloses Shoppen und das Ausschlafen bis zur Tagesschau halt schwer mit der Buchhaltung vereinbar sind.

Natürlich hat sie Fachpersonal im Schlepptau, eine Wahrsagerin und Exorzisten… Experten halt, die man halt so braucht, wenn man nachts auf Dämonenjagd geht. Nur bezahlen kann sie die armen Leute nie. Typisch Chefin, nicht?

Und dann wird’s episodisch:
1. Erst mal stilecht mit einem Vampir anfangen; das kennt jeder, das versteht jeder.
2. Dann ein Taxifahrer, der stirbt, obwohl’s nur nach „Kratzer am Kotflügel“ aussah, da ahnt Ayaka schon, die Versicherung zahlt nicht.
3. Danach ein Museumsgeist, der Ausstellungen sabotiert, quasi die Poltergeist-Version vom Betriebsrat.
4. Und zum Finale dann Konkurrenz! Shintō Mönche, die mit eingefangenen Dämonen tricksen, um sich Aufträge zu sichern. Also eine Art „Geister-Mafia“ im Mönchsgewand.

Eine Serie, die beweist, dass selbst die beste Dämonenjägerin keine Chance gegen die Buchhaltung hat….

Meine Meinung:
Ich hatte bereits Ende der 1990er das Vergnügen „Phantom Quest Corporation“ in der sogenannten „Perfect Edition“ auf VHS von OVA Films mit deutschen Untertiteln zu sehen und wusste noch, dass ich gut entertained war. Und nun habe ichs nach fast 30 Jahren nochmal auf DVD geschaut, weil ich gesehen habe, dass es die Serie schon seit ner Weile sogar mit deutscher Synchronisation gibt. Geilo! Und ich fühlte mich tatsächlich immer noch gut unterhalten, wenn ich auch um die größte Schwäche der Serie wusste und die mich doch ein wenig ausbremste.

Doch erstmal zum Positiven. Die Serie ist animationstechnisch sehr gut gealtert. Wie nicht anders von Taro Maki Produktionen gewohnt, ist hier alles flüssig und lebendig animiert und farbenfroh koloriert. Vor allem wenn Ayaka aus ihrem Lippenstift ein rotes leuchtendes Lichtschwert werden lässt und damit auf ihre Gegner eindrescht wie ein Jedi-Ritter, dann weckt das immer noch ungemein positive Gefühle beim Ansehen. Einfach cool und spaßig.

Auch die Figuren sind charmant geschrieben, wenn auch bisschen eindimensional. Wir erfahren praktisch gar nichts über ihre Hintergründe, aber das passt schon so. Dafür passt die Chemie untereinander richtig richtig gut, so dass sich allerhand fröhliche und leichtherzige Situationen ergeben, die für manchen Schmunzler sorgen. Dahingehend muss sich die Serie vor ihren bereits namentlich genannten großen Brüdern und Schwestern nicht verstecken.

Die deutsche Synchronisation fand ich sogar im Vergleich zu den weit erfolgreicheren Titeln von Maki wie „Tenchi Muyo!“ oder „El Hazard“ um einiges gelungener. Die Sprecher passen zu den Figuren, betonen weder drunter noch drüber sondern passend zur Situation. Einfach klasse!

Dennoch sehe ich die große Schwäche der Serie, dass sie keinen wirklichen übergreifenden roten Faden aufweist, sondern es sich inhaltlich um 4 belanglose Filler-Folgen handelt, in denen eben die Figuren den Tag retten. Und mehr auch nicht! Kein Bösewicht hinterm Vorhang, der sich als Ayakas Cousin dritten Grades entpuppt, kein Verrat ihres Sekretärs Mamoru, keine Romanze zwischen Ayaka und Polizist Karino… es sind einfach vier Folgen mit den genannten Qualitäten, aber mehr auch nicht. So war denn auch alles weiterführende dazu in Japan diesbezüglich eher übersichtlich. Eine einbändige Light Novel gibt es wohl, ebenso eine einzigen Manga-Band. That‘s it!

Darum auf keinen Fall zuviel erwarten, ja am besten sogar gar nichts erwarten. Denn genau dann punktet „Phantom Quest Corporation“ mit ihren größten Stärken, dem Herz, klassischer herrlich aussehnder Cel-Animation und dem Spass! Manchmal muss das reichen, auch wenn ich mir doch biiiiisschen mehr Background zu den Figuren gewünscht hätte, beispielsweise warum und woher Ayaka so ein cooles Lichtschwert hat? Ja, hier wäre deswegen sogar ein verrücktes Crossover mit „Tenchi Muyo“ möglich gewesen. Aber nun hat es nicht sollen sein.

Fazit:
„Phantom Quest Corporation“ ist zwar sicherlich kein Meilenstein der Anime-Geschichte, aber genau die Sorte 90s-OVA, die mir ein fettes Grinsen ins Gesicht zaubert. Wer epische Story-Bögen sucht, ist hier falsch. Wer aber einfach Bock auf schrägen Dämonenjagd-Slapstick in Japan hat, sollte Ayaka & Co. definitiv eine Chance geben. Meine Empfehlung: Hirn ausschalten, Sake warmstellen, Spaß haben.
Ultima modifica del post risale al 18.08.2025 20:08.
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