. Der
ist mit seiner Leistung jedoch nicht zufrieden und kritisiert ihn ständig. In zehn Tagen findet ein Konzert statt, bei dem
»Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68« gespielt werden soll. Der Dirigent jedoch ahnt Schlimmes, wenn das Spiel von Goshu und den anderen sich bis dahin nicht verbessern sollte. An Goshu kritisierte er, dass der Einsatz seines Cellos immer zu spät kommt, dass es ihm an Ausdrucksvermögen fehlt und dass er es nicht schafft, in einer Tonlage mit den anderen Instrumentalisten zu bleiben. Nach dieser Kritik kamen ihm die Tränen. Doch Goshu bekam unverhofft Hilfe von sprechenden Tieren …
Eines Nachts betrat eine sprechende
Kalikokatze sein Haus. Als Geschenk überreichte sie ihm Tomaten, die jedoch aus seinem eigenen Garten stammten und noch unreif waren, weshalb seine Freude sich in Grenzen hielt. Die Katze gab ihm den Tipp, dass er zur Abwechslung etwas anderes als Beethoven spielen soll, denn sonst würden seine Schultern noch ganz steif werden. Mit
Robert Schumanns »Träumerei« schlug sie ihm ein etwas einfacheres Stück vor. Doch er hatte genug von dem frechen Verhalten der Katze. Er verschloss alle Türen und Fenster und spielte stattdessen »Die indische Tigerjagd«, was sehr schmerzvoll für die Ohren der Katze war. Sie versuchte, aus dem Haus zu entkommen, doch ihre Bemühungen waren umsonst. Sie wurde erst dann von den Qualen befreit, als Goshu zu spielen aufhörte.
In einer der nächsten Nächte war es ein
Kuckuck, der sich Zutritt in sein Haus verschafft hatte. Er brachte Goshu wesentlich mehr Respekt entgegen als die Katze zuvor. Er bat Goshu um Musikunterricht, doch dieser fing plötzlich zu lachen an und meinte, dass dies keinen Sinn machen würde, da er ohnehin nur »Kuckuck« singen konnte. An sich war Goshus Aussage zwar nicht falsch, jedoch korrigierte der Kuckuck ihn und meinte, dass es sehr schwierig sei, denselben Ton immer wieder zu wiederholen. Deshalb wollte er, dass Goshu ihm beibringt, wie man Tonstufen singt. Er erfüllte ihm zwar seinen Wunsch, doch der Kuckuck übte ganz vorsichtig Kritik an Goshu und sagte ihm, dass sein Spiel nicht ganz korrekt war.
Nach der Kalikokatze und dem Kuckuck gesellte sich bald das nächste Tier zu ihm: ein
Tanuki. Seine Laune war zu diesem Zeitpunkt nicht besonders gut, weshalb er dem Tier bewusst etwas Angst machte, indem er von der genauen Zubereitung eines Tanuki-Eintopfes sprach. Goshus Worte verwirrten ihn. Sein Vater sagte ihm nämlich, dass Goshu ein netter Mensch sei, von dem er lernen könne. Goshu war aber viel zu beschäftigt. Er wollte nur noch eine Mahlzeit zu sich nehmen und sich danach schlafen legen. Doch bevor es dazu kam, erzählte der Tanuki ihm, dass er von seinem Vater geschickt wurde, um zusammen mit Goshu zu musizieren. Das Stück, das er ausgewählt hatte, war »Der fröhliche Kutscher«. Goshu ließ sich überreden und fing zu spielen an. Der Tanuki trommelte mit seinen Stöcken auf den Resonanzkörper des Cellos. Nach einiger Zeit machte er Goshu darauf aufmerksam, dass er auf der zweiten Saite immer später kam, als er es eigentlich erwartet hatte. Das führte dazu, dass der Tanuki deshalb dachte, dass er derjenige sei, der immerzu Fehler machte. Sauer war er nicht auf das Tier. Ganz im Gegenteil: Die beiden gaben ein tolles Duo ab und spielten bis zum Morgengrauen.
Zum Schluss bekam er Besuch von einer
Mäusemutter mit ihrem schwer kranken
Kind. Sie war schon ganz verzweifelt, da sie damit rechnen musste, dass ihr Kind die nächsten Tage vielleicht nicht überlebt. Sie bat Goshu deshalb, ihr Kind zu heilen. Doch dieser entgegnete ihr nur, dass er kein Arzt sei. Die Mäusemutter war etwas verwirrt, da Goshu schon viele Male die Tiere in der Gegend geheilt hatte, unter anderem einen Hasen, einen Tanuki und eine Eule. Sie erzählte ihm davon, dass kranke Tiere unter sein Haus kriechen und darauf warten, dass die Klänge des Cellos sie wieder gesund machen. Goshu erbarmte sich und spielte für das kranke Tier. Doch vorher nahm er es in die Hand und legte es in das Innere des Cellos. Die Behandlung funktionierte! Das Mäusekind war wieder gesund und rannte durch die Gegend, als wäre nichts gewesen. Zum Abschied schenkte Goshu den beiden noch ein kleines Stück Brot.
Die Erlebnisse mit den Tieren führten dazu, dass sich seine Fähigkeiten verbessert haben. Als sein Orchester Beethovens 6. Sinfonie spielte, zeigte er eine grandiose Leistung, die sogar dazu führte, dass der Dirigent, der ihn immer so stark kritisiert hatte, ihn auf die Bühne schickte, um als Zugabe ein Cello-Solo zu spielen. Er suchte sich zwar mit »Die indische Tigerjagd« ein sehr spezielles Stück aus, doch der Dirigent war deshalb umso begeisterter von Goshu, weil er es schaffte, das Publikum auch damit in seinen Bann zu ziehen.