Erstmals englischer KI-Simuldub gestartet
inviato su da RocketsSnorlax
Der chinesische Streamingdienst iQIYI begann am Karfreitag mit der Veröffentlichung der englischsprachigen KI-Synchronisation der hauseigenen Serie „Super Cube“.
Die erste Folge wurde sowohl auf der eigenen Streamingplattform als auch auf Youtube kostenlos veröffentlicht:
Die erste Folge wurde sowohl auf der eigenen Streamingplattform als auch auf Youtube kostenlos veröffentlicht:
Alle weiteren Episoden (aktuell sind sechs Folgen online) sind hingegen exklusiv zahlenden Kunden vorbehalten.
Neben einer englischen KI-Vertonung bietet der Streamingdienst auch KI-generierte Untertitel in mehreren Sprachen (jedoch nicht in Deutsch) an.
In eigener Sache:
Die News dient ausschließlich der Information & Dokumentation und soll keine Werbung für oder Befürwortung von KI-Produktionen darstellen.
Fonte: iQIYI

Commenti (17)
Synchronisation und Lokalisation ist auch eine Kunstform - eine Kunstform, die Millionen Fans überhaupt erst das Medium Anime näher gebracht hat und immer wieder neue und alte Fans begeistert. Wobei seit dem Ende der VHS so ziemlich jeder Fan bei (fast) jedem Titel die Wahlmöglichkeit zwischen der synchronisierten Fassung und dem Original hat (wenn nicht ungewöhnliche Umstände das verhindern).
Nun gibt es immer wieder mal Ausrutscher, bei denen die Synchronisation nicht den üblichen Qualitätsstandards entspricht - und nicht ganz selten liegt das auch daran, das Produzenten Kosten sparen wollen.
Prominentes Beispiel dafür war zuletzt „Beyblade X“ erscheint ab 30. August auf Deutsch / Neustart für Beyblade X bei Super RTL
Auch Amazon hatte zuletzt bei seinen Simuldubs mehrfach Synchronstudios im Ausland für die deutschen Fassungen beauftragt...
KI wird im Synchronbereich offenbar primär als Option gesehen, die Kosten noch weiter zu drücken - selbst wenn sich Werke wie Black Dog: Weggefährten mit angeblicher Authentizität rühmen.
Es ist zwar beeindruckend, das KI generierte Synchronisationen möglich sind - gleichzeitig aber auch deutlich, wie weit die Qualität noch von guten echten Vertonungen entfernt ist.
Dazu kommen noch die ethischen Fragen über die Nutzung der Synchronstimmen, deren Erlaubnis ja teils über "Knebelverträge" erzwungen werden soll...
Bei iQIYI könnte man wohl zumindest argumentieren, dass der Anbieter hier keine Jobs "weggenommen" hätte - denn bisher hat der Dienst m. w. keine englischen Synchros produzieren lassen. Und vielleicht auch deshalb die Qualitätsprobleme nicht ansatzweise auf dem Schirm gehabt...
Auf der anderen Seiten haben einige vor allem englischsprachige Übersetzer (denen man offensichtlich zu viele Freiheiten bei der Übersetzung gelassen hat), diese Situation scheinbar mitherbeigeführt. Ein abschreckendes, bereits berüchtigt gewordenes Beispiel für eine solche Synchronisation bei der die Übersetzer die Dialoge völlig umgeschrieben haben ist „Miss Kobayashi’s Dragon Maid“, so wurde in der Funimation-Synchronisation dem Charakter Lucoa gänzlich charakterfremde Texte in der Mund gelegt …
Natürlich ist dieses Meme eine Überspitzung, jedoch stammt der Wortlaut den Lucoa spricht aus den jeweiligen Übersetzungen:
Quelle: https://www.reddit.com/r/dankmemes/comments/19as1ii/anime_political_dub/#lightbox
Und besonders schnell passiert das, wenn nicht aus dem Original, sondern einer Drittsprache (wie Englisch) übersetzt wird. Das können die lokalen Publisher (und auch Crunchyroll) oft besser als die "Großen".
Die Szene aus „Miss Kobayashi’s Dragon Maid“ wird gerne als Beispiel für "unpassende" Übersetzungen angeführt - und das nicht selten gepart mit falschen Infos.
Der Übersetzer (John Pickett) erstellt die Untertitel. Jamie MARCHI hat hingegen das Dialogbuch geschrieben (und ist gleichzeitig auch Sprecherin von Lucoa) - sie ist keine Übersetzerin.
Wenn es in vermutlich um die 100 Serien, wo sie als Dialogbuchautorin und / oder Dialogregisseurin tätig war, nur diese eine Szene als Aufreger herhalten kann oder muss, scheint es ja kein weit verbreitetes Problem zu sein. Und nachdem ich gebeten wurde mir zwei lange Videos von "Aktivisten" anzuschauen, gab es als weitere Beispiele nur einen Manga (der schon lange vor dem Video durch eine korrigierte Fassung ersetzt wurde) und eine Dialogzeile aus SK8...
Von einem weit verbreiteten Problem würde ich daher nicht sprechen. Ja, auch nicht wenn ich Brock's Jelly Filled Donuts von 1998 mit einbeziehe...
Zurück zu iQIYI: Bisher hat der Anbieter es nicht wirklich geschafft, außerhalb Asiens Fuß zu fassen - und auch fast(?) keine Serien erfolgreich an andere Anbieter lizenziert.
Ob die Entscheidung einiger Anbieter KI zu verwenden ebenfalls damit zu tun hat, dass es Fälle von Übersetzern/Dialogregisseuren gegeben hat, die solche Falschübersetzungen verbreitet haben, kann ich natürlich nicht sagen. Kostengründe/Ersparnis von Produktionskosten ist natürlich der naheliegenste Grund für KI-Übersetzungen. Jedoch würde ich auch nicht ausschließen, dass die „Qualität“ der Übersetzung (Vermeidung beabsichtigter Falschübersetzung) auch eine Rolle spielt. Wenn ich als Auftraggeber einer Synchronisation, sowas wie bei „Miss Kobayashi’s Dragon Maid“ bekomme, bin ich auch sicher nicht gewillt mehr für die Übersetzung/Synchronisation zu bezahlen. Für solch ein Leistung, die nur persönlichen Interessen des Übersetzers/Dialogregisseurs dient.
Für mich persönlich kann ich nur sagen, dass durch solche beabsichtigte Falschübersetzung, wie bei „Miss Kobayashi’s Dragon Maid“, mein Vertrauen in die menschlichen Übersetzer erschüttert wurde und ich den menschlichen Übersetzern nicht mehr uneingeschränkt glaube.
Grundsätzlich sind beim Dialogbuch Abweichungen von der Rohübersetzung üblich - und das nicht nur auf Anime bezogen - schon allein weil auch Punkte wie etwa die Satzlänge passen müssen. Gerade im Comedy-Bereich gibt es aber auch Fälle, wo man im Dialogbuch bewusst etwas mehr abweicht, damit der Humor rübergebracht werden kann - etwa weil dem Zuschauer wichtiger Kontext nicht bekannt ist.
(Ein schönes Beispiel: In Rock Lee wurde in der Synchro eine Anpanman-Referenz durch eine zu Pokémon ersetzt, weil hier niemand Anpanman kennt - in den Untertiteln blieb hingegen das Original erhalten)
Grundsätzlich besteht in der Anime-Branche die Möglichkeit, dass die Lizenzgeber / Produzenten in Japan selbst die Übersetzung vornehmen oder Übersetzer auswählen. Auch sind Vertragsklauseln möglich (wenn auch unüblich), die eine Vorab-Kontrolle der Dialogbücher vorsehen. Mir sind sogar vereinzelte Fälle bekannt, in denen die Produzenten selbst das Dialogbuch komplett vorgegeben haben.
...und einige Firmen, namentlich TMS und Toei Animation, beauftragen für einige Titel auch heute noch selbst die Synchronisationen.
Tatsächlich nehme ich allerdings gerade in den Fällen, in denen die Lizenzgeber selbst die Übersetzung oder sogar Synchronisation in die Hand nehmen, häufiger harsche Kritik seitens der Fans wahr. So etwa im letzten Sommer bei Nokotan (Untertitel vom Lizenzgeber). Oder etwa bei Neon Genesis Evangelion TV (englische Netflix-Fassung mit Dialogbuch von den Produzenten selbst)...
Im Lupin III Franchise sind mir auch selbst ohne Sprachkenntnisse einige Fehler in der von TMS angefertigten Übersetzung aufgefallen.
Allerdings fühle ich deutlich hinters Licht geführt, wenn mir solch Synchronisationen, wie die englische Synchronisation von „Dragon Maid“ vorgesetzt werden. Wenn ich mich jedes Mal beim Anime schauen fragen muss, ob die Übersetzung, die ein realer Mensch gemacht hat, auch wirklich korrekt ist oder nicht doch vielleicht die politische Überzeugung des Übersetzers/Dialogregisseurs verbreiten will, macht mir das schauen des Animes einfach keine Spaß mehr.
Wenn die Übersetzung/Synchronisation durch reale Menschen nicht deutlich „besser“ (korrekt, sinngemäß, ohne persönliche „Botschaften“ des Übersetzers), als die einer KI ist, gibt es für mich keinen Grund die Übersetzung/Synchronisation eines realen Menschen zu bevorzugen. Schlechte Übersetzungen kann ich auch vom Google-Übersetzer bekommen.
Ich bin zwar kein großer Freund von KI, aber die Technik entwickelt sich weiter und, wenn mir die menschlichen Übersetzer/Synchronsprecher keinen „Mehrwert“ verschaffen, das heißt eine bessere Übersetzung/Synchronisation, sehe ich auch keinen Grund nicht auf KI zurückzugreifen, die KI ist dann wenigstens billiger.
Commenti (1)
Klingt emotionslos und stellenweise wie english mit chinesischem Akzent....
Ich bleib ja OmU-Schauer, dass nimmt mir keiner mehr, gibt auch nichts zu diskutieren dabei.
Untertitel können ja durchaus witzig sein, mit ihren möchtegern Übersetzungen.
Das witzigste Beispiel, das mir da wohl hängengeblieben ist, war der eine deutsche Untertitel bei Bokuben auf Wakanim.
Als das Licht ausfällt, sagt das Mädel eigentlich so was wie "Hab ich mich jetzt erschreckt!", im Untertitel steht "Schockschwerenot!"
....
Ja, genau, weil ein 17-jähriges Mädchen im 21. Jhdt. sowas sagt, wenn sie sich erschreckt. 😅🤣
Da hatte der Sachbearbeiter wohl zu viele Dagobert Duck Comics kurz vorher gelesen. 😝
Wie auch immer die (westliche) Gamesindustrie hat ihre Rechnung dafür bekommen und es tut mir überhaupt nicht leid wenn sie durch KI ersetzt werden.
Warum sollten die Übersetzer sakrosant sein, wenn andere Berufe auch mit KI zu kämpfen haben?
War es nicht sogar bei Crunchi wo ein paar Übersetzer gar kein Japanisch konnten ?
Ausnahmen gibt es laut dem Anbieter vereinzelt bei Trailern oder Ähnlichem.
Ist hier nachzulesen.
AI war schon Anfang letztes Jahr ein Thema und wieder waren es idiotische aktivistische Übersetzer die ihre politische Meinung nicht für sich behalten konnten und mehr Öl in Feuer gosen.